Überarbeitetes Regelwerk für alle Solo Piping Competitions in Deutschland

Liebe BAG-Mitglieder, liebe Solo Piper,

hiermit veröffentlichen wir ein komplett überarbeitetes Regelwerk für alle Solo Piping Competitions in Deutschland.

Dies wurde vom Solo Board der BAG – bestehend aus Martin Heinke, Jan Belak, Andreas Jöbges und Anna Kummerlöw – sorgfältig erarbeitet und soll das Wettbewerbsgeschehen in unserem Land klarer, einheitlicher und strukturierter gestalten.

Wesentliche Änderungen für euch sind die Umbenennung der einzelnen Stufen.

Durch die neuen Bezeichnungen „Grades“ möchten wir vor allem das gesamte System neutraler gestalten und uns auch benachbarten Systemen angleichen, damit hier eine bessere Vergleichbarkeit herrscht. Auch ein jährliches konsequentes Grading wird ab sofort eingeführt werden.

Und für alle, die noch ein paar mehr Hinweise brauchen, gibt es ab sofort auch einen Anhang zum Regelwerk, welcher noch mehr Empfehlungen und Liedvorschläge beinhaltet.

Diese Regeln gelten ab der kommenden Saison 2018, also wird die Competition in Bremen die erste Gelegenheit sein, sich unter neuem Regelwerk messen zu können. Hierbei haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich erstmals selbst zu „graden“, um so einen Einstieg ins neue System zu gewährleisten.

Ein großer Dank geht hier an die Crest of Gordon Pipes & Drums, die uns dadurch aktiv bei der Umsetzung unterstützen.

Wenn ihr Fragen oder konstruktive Kritik habt – gerade auch in der ersten Zeit der Umgewöhnung – scheut euch bitte nicht, eine E-Mail an solo-board@bagev.de zu senden.

Wir helfen euch gerne weiter!

Eure BAG und das Solo Board

Regeln Solo Piping 2018

Anhang Regeln Solo Piping 2018

 

Bericht Highland Gathering Xanten 2017

von Anna Kummerlöw

Auch wenn es nun wirklich schon einige Zeit her ist, seit das Highland Gathering in Xanten abgehalten wurde (10./11. Juni 2017), möchte ich es mir nicht nehmen lassen, dieses gelungene Event Revue für euch passieren zu lassen und einen kurzen Bericht zur Nachlese zu verfassen, in dem auch der eine oder andere Appell an „die Welt da draußen“ gerichtet werden soll. Wie immer spiegelt diese Nachlese meine ganz persönliche Sicht der Dinge wider.

Zu allererst gilt es, ein großes Dankeschön an den Schottischen Kulturverein Xanten e.V. und dessen 1. Vorsitzenden, Johannes Haase, auszusprechen für die kompakte und nicht zu unterschätzende Organisation dieses einzigartigen und etablierten Events, welches jedes Jahr wieder Tausende von Zuschauern anlockt und auch innerhalb der deutschen Dudelsackszene immer wieder zum Highlight eines jeden Jahres gehört. Johannes und seine wenigen Helfer stellen in dieser schönen und kulturschwangeren Stadt jedes Jahr ein Gathering auf die Beine, von dem man nicht glauben kann, dass so wenige Hände hier gewirkt haben. Die komplette Woche vor dem Event wurde sich privat Urlaub genommen, um die Aufbauarbeiten anzugehen. Überall hatte Johannes den Durchblick und
stellte das komplette Wochenende einen kompetenten Ansprechpartner für allerlei Anliegen dar. Und eben, weil wenige Hände viel für uns organisierten, hat man die ein oder andere Verspätung bzw. Unklarheit auch gerne und geduldig in Kauf genommen und abgewartet.

Man mag es nicht glauben, aber obwohl ich selbst schon 15 Jahre lang Dudelsack spiele und fast genauso lange jedes Jahr zu (fast) jedem Event fahre und aktiv teilnehme, habe ich es bis Juni 2017 nie geschafft, meine Reise nach Xanten anzutreten. Umso aufgeregter und erwartungsvoller fuhr ich also nach Nordrhein-Westfalen. Meine Erwartungen wurden zuerst einmal enttäuscht: „Anna, pack dir Gummistiefel ein!“, „Anna, in Xanten regnet es immer wie aus Eimern.“, „Anna, das Feld wird unter Wasser stehen – lass die Ghillies zu Hause…“ – Leute, ich habe gefühlt 5 Liter Wasser täglich getrunken und mir einen kräftigen Sonnenbrand geholt! Wir hatten das komplette Wochenende lang Temperaturen jenseits der 30°C und Sonnenschein pur! Gleichzeitig aber nur wenig Schatten- und Unterstellmöglichkeiten! (Einer der Gründe, weshalb ich zum nächsten Mal im Namen der BAG kostenlose Sonnencreme zur Verfügung stellen werde!) Deswegen gleich ein großes Hut ab! an alle Bands, Solisten, Teilnehmer, Helfer und auch Zuschauer, die dieses heiße Tropenwochenende ohne größere Schäden überstanden und dabei auch noch genossen haben.

Der Platz der gesamten Veranstaltung war dieses Jahr kleiner, als in den Jahren davor. Grund hierfür waren Bauarbeiten auf den Wallanlagen, wo laut Buschfunk eine Schmetterlingswiese angelegt werden soll. So konnten wir also auch schon testen, wie sich die Games auf einem kleineren Territorium anfühlen. Und ich muss sagen: Gut! Das Feld war groß, aber trotzdem noch überschaubar, alles war kreisförmig angelegt und so hat man sich nach Durchschreiten der Zäune in seiner eigenen kleinen, schottischen Welt wiedergefunden. Auch die Bands hatten außerhalb des eigentlichen Geländes eine großzügige Fläche zum Tunen.

Am Samstag, dem 10. Juni, fanden in traditioneller Weise die Pipe Band Competitions statt. Die Judges hierzu waren Colin Moffett (Pipes) und Paul Brown (Drums). Beide wurden uns durch die RSPBA (Royal Scottish Pipe Band Association) zur Verfügung gestellt. Es gab dieses Jahr jedoch eine Besonderheit: Die Wettbewerbe der BAG-Open wurden mit den niederländischen Continentals zusammengelegt, sodass nunmehr die sog. Euregio-Pipeband-Championships stattfanden. Auf diesem Wege haben wir unseren niederländischen Freunden des NOvDB (Nederlandse Organisatie van
Doedelzakbands) geholfen, da ihr gewohnter Austragungsort für die Continentals dieses Jahr leider nicht zur Verfügung stand. Vielleicht im nächsten Jahr wieder?
Dies war natürlich einer der Hauptgründe, dass bei den Ergebnissen durchweg unsere befreundeten,
ausländischen Pipe Bands, welche in allen Kategorien die ersten Plätze belegten, herausstachen.
(Ergebnisse zum Nachlesen: HIER )
ABER: Angemeldet waren ansonsten leider nur 3 (!) deutsche Pipe Bands, nämlich Frankfurt, Odenwald und Heidelberg. Und das von mehr als 30 Bands, die bei uns in der BAG Mitglied sind (die Dunkelziffer ist deutlich höher 😉 ). Mir ist wohl bewusst, dass davon bei Weitem nicht alle auch Wettbewerbe spielen. Nichtsdestotrotz könnte die Zahl deutlich höher sein. Und das, meine Freunde, ist mein Appell und Wunsch an euch! Spielt mehr Wettbewerbe! Überlasst den anderen nicht kampflos die Preise!
Woran liegt es, dass es hier einen Rückgang zu verzeichnen gibt? An der Organisation in Xanten und der Kommunikation im Vorfeld kann es nicht gelegen haben… Deswegen: Brecht euer Schweigen!
Wenn ihr euch nicht sofort wieder in die Wettbewerbsvorbereitungen stürzen wollt, dann schickt uns wenigstens eine E-Mail oder gerne auch einen Brief, in denen ihr euer Feedback gebt, Stellung bezieht oder auch Tipps gebt, damit Wettbewerbe für deutsche Dudelsackbands wieder attraktiver werden.
Denn dieses Phänomen zeigt sich leider nicht nur in Xanten… (Kontakt HIER)

Doch zurück zum Text:
Am Sonntag, dem 11. Juni, fanden neben den Heavy Events traditionell wieder die Piping und Drumming Solo Wettbewerbe statt. Die Judges von Samstag wurden hierbei durch meine Wenigkeit unterstützt, indem ich die Piobaireachd- und Anfänger-Wettbewerbe übernehmen durfte. Es war eine angenehme Teilnehmerzahl, die leider, aber nicht unerwartet, in den höheren Levels immer dünner wurde. Der Zeitplan wurde geradezu minutiös eingehalten, und sogar für einige Nachmeldung am Tage selbst war noch Platz. Alle Teilnehmer haben ihr Bestes gegeben und sich in bestmöglicher Weise präsentiert. Ein großes Lob gilt euch! Danke, dass ihr euch traut, vor uns zu spielen und euch von uns
bewerten zu lassen. Gerade im Bereich der klassischen Musik (Piobaireachd) konnte ich den einen oder anderen Moment schöner Musik genießen. Die Gesamtergebnisse für das Solo Piping und Drumming seht ihr HIER)

Im Rahmen der BAG gilt es noch zu erwähnen, dass wir zwar wieder präsent vor Ort waren, und z.B. auch die Preisverleihung mitgestalten durften, aber mit unseren kleinen Beachflags und einem kleinen „Stand“ im Infozelt leider ein wenig schwer zu finden waren. Deswegen haben wir uns entschlossen, ein BAG-eigenes (rotes) Pavillon anzuschaffen, damit keiner mehr den Weg zu uns verfehlen kann!
Trotzdem haben wir uns natürlich über jeden Besuch und jede Unterhaltung gefreut und konnten bereits die eine oder andere konstruktive Kritik entgegennehmen, um immer weiter an uns als Verein zu arbeiten. Danke dafür!

Es bleibt mir in diesem Zusammenhang zum Abschluss nur noch zu sagen, dass Xanten mich als treuen Besucher für die nächsten Jahre gewonnen hat, ich mich auf das nächste Highland Gathering freue und hoffe, euch zahlreich(er) begrüßen zu dürfen! In diesem Sinne:

Pipes up! – und öfter mal reinschauen! 😊

BAG Pipe Band, Drum Major und Solo Competition in Trebsen: Anmeldeunterlagen

Highland Games Trebsen Logo

Vom 15.-17. September 2017 finden die XVII. Internationalen Highland Games
im Schloss und Park zu Trebsen statt. Trebsen befindet sich ca. 15 km
südöstlich von Machern (Autobahnabfahrt Grimma von der A14).

Am Samstag, den 16. September finden die BAG-Pipe Band Competition und die
Drum Major Competition mit anschließendem Workshop statt.

Am Sonntag, dem 17. September sind die BAG Solo Competition.
Gegebenenfalls wird der Drum Major Workshop fortgesetzt. 

Anmeldeunterlagen findet Ihr hier ->

Angelbachtal 2017: Videos

Wir haben am letzten Wochenende einige Videos von der Pipeband-Competition in Angelbachtal erstellt:

Grade 4, MSR

 

Grade 3

Grade 2

Bericht Highland Gathering Peine 2017

von Anna Kummerlöw

Fast ein Monat ist nun vergangen, seit das 19. Highland Gathering in Peine abgehalten wurde – genug Zeit, um seine Gedanken zu sammeln und dieses tolle Event einmal Revue passieren zu lassen. Denn aus meiner ganz persönlichen Sicht möchte ich allen, die nicht die Gelegenheit hatten vorbeizukommen, und auch allen, die ein wenig in Erinnerung schwelgen mögen, einen kurzen Bericht dieses wieder einmal rundum gelungenen und wunderbaren Gatherings darlegen.

Zu allererst gilt es, ein großes Dankeschön an die Marketing Peine GmbH und den Scottish Culture Club Peine e.V. auszusprechen für die reibungslose Organisation und dieses einzigartige und etablierte Event, welches jedes Jahr wieder tausende von Zuschauern anlockt und auch innerhalb der deutschen Dudelsackszene immer wieder zum Highlight eines jeden Jahres gehört. Explizit möchte ich hier Helmut Horneffer erwähnen, welcher uns in gewohnter Weise und Tradition jedes Jahr erneut einen Rahmen bietet, unsere Liebe zur schottischen Musik und Kultur auszuleben und ein wunderschönes Wochenende unter Gleichgesinnten zu genießen. Natürlich muss auch Rico Brinkmeyers unermüdliche Arbeit im Rahmen der Highland Games erwähnt werden, welche jedes Jahr am Sonntag zeitgleich zu den Solowettbewerben stattfinden. Viele Helfer und Stewards ermöglichen durch emsige Arbeit im Hintergrund einen reibungslosen und zum Vergnügen werdenden Ablauf der gesamten Veranstaltung. Jeden einzeln namentlich zu erwähnen, ist mir leider nicht möglich – aber seid euch gewiss, dass ich jede noch so kleine Mitarbeit hochschätze und ich euch danken möchte!

Allgemein wurden wieder viele Stände, Angebote, Unterhaltungsprogramme und Kulinarisches präsentiert. Von Darbietungen der Happy German Bagpipers, über schottische und irische Tanzeinlagen bis hin zu den alljährlichen Wettbewerben im Bereich Bands, Drum Majors und Piping/Drumming Solo Wettbewerbe:
Am Samstag, dem 6. Mai, fanden die Bandwettbewerbe statt. Die Judges hierzu waren Peter Snaddon (RSPBA) und Carel Ooms (Antwerp & District Pipe Band). An dieser Stelle ein kurzes Dankeschön an Carel, welcher kurzfristig als Ersatz für den erkrankten Gordon Craig einsprang. Generell waren alle Performances der Bands ein voller Genuss. Heraus stachen dieses Jahr unsere befreundeten, ausländischen Pipe Bands, welche in allen Kategorien die ersten Plätze belegten. Erwähnt seien an dieser Stelle Balagan (Dänemark), die Concord Pipe Band (Niederlande) und die Beatrix Pipe Band (Niederlande). Ich habe mich außerdem gefreut, erstmals auch eine Band aus unserem Nachbarland, der Schweiz begrüßen zu dürfen. Die Swiss Midland Pipe Band ist eine junge Band, die erstmals (deutsche) Wettbewerbsluft geschnuppert hat. Ich hoffe, ihr habt euch wohlgefühlt und werdet auch spätestens im nächsten Jahr wieder als Teilnehmer zugegen sein. Vielleicht ist das ja auch ein Anstoß an andere (auch heimische) Bands, es doch „einfach mal zu versuchen“! Allein die ganze Atmosphäre und Ambiente machen das gesamte Wochenende lohnenswert. Die gesamten Ergebnisse der Bandwettbewerbe könnt ihr HIER einsehen.

Neben den Bands fanden am Samstag auch die Drum Major Wettbewerbe unter dem RSPBA Judge Alastair Patterson statt. Auch hier haben die Niederlande mit Geertjan van Rooij von Balagan den ersten Platz belegt. Das ist aber auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Geertjan bereits erfolgreich an den World’s teilgenommen hat! Die gesamten Ergebnisse der Drum Major könnt ihr HIER einsehen.
Als Abschluss des Hauptkampftages am Samstag gab es auf dem Platz eine Aftershowparty mit Live-Musik, aber auch ein unterhaltsames und musikalisches Beisammensein im Owl Town Pub Peine. So konnte man einen anstrengenden Tag auf gebührende Weise ausklingen lassen und auch einfach mal ohne Zwang und Wettbewerbsdruck Musik machen. Dies ist meiner Meinung nach auch immer wieder ein Highlight eines solchen Wochenendes.

Am Sonntag, dem 7. Mai, fanden neben den Heavy Events traditionell wieder die Piping und Drumming Solo Wettbewerbe statt. Judges waren Carel Ooms und Jörg Bleidt (Drumming) und David Johnston, Ronnie Bromhead und meine Wenigkeit (Piping). Es war ein unglaublich großes Teilnehmerfeld mit über 100 Performances, wie es noch nie da gewesen war. Ein großes Lob gilt hier Oliver Fricke, welcher jedes Jahr unermüdlich alle Solodarbietungen organisiert und regelt. Der Zeitplan wurde geradezu minutiös eingehalten, sodass den Teilnehmern dadurch ein großer Stressfaktor genommen wurde (Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wie dankbar man als Teilnehmer ist, wenn man sich „nur“ auf seine Performance konzentrieren muss…). Alle Teilnehmer haben ihr Bestes gegeben und sich in bestmöglicher Weise präsentiert. Ein großes Lob gilt euch! Danke, dass ihr euch traut, vor uns zu spielen und euch von uns bewerten zu lassen. Es kostet viel Mühe, Konzentration und Überwindung und allein dafür könnt ihr stolz auf euch sein. Dass es nun nicht jeder (wie vielleicht erhofft) aufs Siegertreppchen geschafft hat, sollte euch nicht davon abhalten, weiter Energie und Freude in diese wunderbaren Instrumente und einzigartige Musik zu stecken. Nach der Competition ist vor der Competition! Die Gesamtergebnisse für das Solo Piping und Drumming seht ihr HIER.

Im Rahmen der BAG gilt es noch zu erwähnen, dass wir mit Bannern in der Hauptarena und auch mit einem kleinen BAG Infostand unsere Präsenz als Verein auf dem Highland Gathering in Peine wieder erhöht haben. Da ich aufgrund meines Engagements leider verhindert war, stand euch der restliche Vorstand fast durchweg das ganze Wochenende in diesem Zelt für Fragen, Organisatorisches oder sonstige Anliegen zur Verfügung. Aber auch über die ein oder andere, zwanglose Unterhaltung haben sie sich sehr gefreut. Mit eben dieser Aufmerksamkeit und auch mit dem Verkauf einiger T-Shirts habt ihr außerdem die BAG als Dachverband der deutschen Dudelsackszene wiedermal unterstützt. Danke!

Es bleibt mir in diesem Zusammenhang zum Abschluss nur noch zu sagen, dass ich mich auf das nächste, das 20. Highland Gathering in Peine (!) freue und hoffe, euch wieder zahlreich begrüßen zu dürfen! In diesem Sinne:

Pipes up! – und öfter mal reinschauen! 😊